Nicht nur für Diabetiker sind Blutzucker-Messgeräte längst zu ständigen und – nicht selten auch – lebenswichtigen Wegbegleitern geworden. Auch der eine oder andere „Otto-Normal-Mensch” zählt einen dieser kleinen und kompakten Computer zu seinem Eigentum. Doch nur die wenigsten wissen, wie ein solches Gerät eigentlich funktioniert.
Gemessen wird – idealerweise bei nüchternem Magen – hierbei der Glucose-Gehalt im Blut, wobei nur ein kleiner Tropfen des Lebenssaftes genügt. Mit der sogenannten Lanzette versetzt man sich einen kleinen Stich – vornehmlich auf der Fingerkuppe – und läßt einen Tropfen Blut auf einen Teststreifen fallen. Danach steckt man diesen Streifen in die dafür vorgesehene Öffnung am Messgerät. Moderne Geräte saugen das Blut vom Teststreifen in ein von außen nicht sichtbares Testfeld, wodurch eine biochemische Reaktion stattfindet. Während das Blut mit dem Enzym Glucose Oxidase reagiert, wird der Kontakt zwischen verschiedenen Elektroden hergestellt und eine exakte elektronische Spannung durch das Blut geleitet. Anhand der Messungen der Stromstärke und dem Zeitverlauf der Spannung ermittelt das Gerät den genauen Blutzuckerwert. Bei Erwachsenen liegt dieser im Idealfall bei ca. 90 – 110 mg/dl, bei Kleinkinder bei 80 – 100 mg und bei Säuglingen bzw. Neugeborenen bei 60 – 90 mg.
Man muß bei den Blutzucker-Messungen darauf achten, daß die Haut möglichst sauber ist, da kleinste Verunreinigungen bereits das Ergebnis verfälschen könnte. Zweifelt man am Testergebnis, so können auch Kontroll-Lösungen eingesetzt werden. Diese enthalten standardisierte Glucose-Konzentrationen und Stoffe, die sie blutähnlich machen. Mit dieser Flüssigkeit kann man nachprüfen, ob das Blutzuckermessgerät wirklich richtig funktioniert, indem man anstatt des Blutes einen Tropfen der Lösung verwendet. Befindet sich das Ergebnis innerhalb eines angegebenen Toleranz-Bereiches, ist das Gerät in Ordnung.
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