Wer im Falle eines teuren Gerichtsprozesses eine Rechtsschutzversicherung sein Eigen nennt, braucht sich um die Höhe der Prozesskosten oder Anwaltskosten keine großen Sorgen zu machen. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt in der Regel die Kosten für Gericht, Zeugen und Gutachter sowie andere Kosten, die im Zusammenhang mit dem Gerichtsverfahren entstehen. Der Anwalt erhält ebenfalls von der Rechtsschutzversicherung sein Honorar. Die Versicherung lässt sich an die eigene Lebenssituation anpassen, indem man bei Abschluss bestimmte Leistungen auswählt. Arbeitsrechtsschutz oder Verkehrsrechtsschutz, Rechtsschutz für Wohnungsmieter und -Eigentümer können passend für den jeweiligen Versicherten festgelegt werden. So ist man bei eventuellen Streitigkeiten bestens gewappnet. Allerdings gibt es Ausnahmen, die in den Bedingungen der Versicherer zur Rechtsschutzversicherung geregelt sind. Führen beispielsweise Beleidigung, Diebstahl oder Betrug zu einem Gerichtsverfahren, so werden die Kosten nicht übernommen. Zudem ist es nicht möglich, im Streitfall noch ‚schnell’ eine Rechtsschutzversicherung abschließen zu können, die dann die Kosten des Verfahrens übernimmt, hier ist sogar eine Wartefrist einzuhalten, bis der Versicherungsschutz beginnt, in der Regel sind dies 3 Monate.
Bevor man eine Rechtsschutzversicherung in das private Versicherungsportfolio mit aufnimmt, sollte man prüfen, welche Leistungen für die eigenen Lebensbereiche in Frage kommen. Neben den Rechtsfällen, die allen im täglichen Leben begegnen können, kann man darüber hinaus mit weiteren Rechtsschutz-Paketen zusätzliche Risiken abdecken. Für Autofahrer, vor allem solche, die viel unterwegs sind, ist der Verkehrsrechtsschutz von Interesse, während Erwerbstätige sich mit Arbeitsrechtsschutz absichern können, für Selbstständige und Freiberufler ist der Berufs- oder Firmenrechtsschutz gedacht, Haus- und Wohnungseigentümer oder Mieter können sich ebenfalls mit einer für diesen Bereich zuständigen Rechtsschutzversicherung vor den finanziellen Folgen unliebsamer Streitigkeiten absichern. Verschiedene Module sind in Paketen wie der Familienrechtsschutzversicherung bereits zusammengefasst, der Umfang des Schutzes sollte vorab genau abgeklärt werden. Dazu ist eine Beratung sinnvoll, die im Einzelnen Auskunft darüber gibt, was alles versichert ist, und was nicht. Was im Detail versichert ist, wird letztlich im Versicherungsschein festgehalten.
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