Der Goldpreis bildet sich, wie jeder andere Preis auch, über den normalen Marktmechanismus von Angebot und Nachfrage. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rohstoffen ist der Preis des Goldes seit dem Beginn der Wirtschaftskrise 2008 enorm in die Höhe geschnellt.

Wie lässt sich dieser Anstieg erklären? Handelt es sich hierbei nur um eine erneute Spekulationsblase auf dem Rohstoffmarkt oder ist Gold tatsächlich eine “Ankerwährung” in Zeiten der Krise?

Um die Wirtschaftskrise zu bekämpfen begann die Amerikanische Zentralbank FED vor kurzen mit einem Aufkaufprogramm von US-Staatsanleihen. Durch diese Maßnahme wird die Wirtschaft mit Geld geflutet, was Inflationsängste schnürt und die Bonität der Amerikaner gefährdet. Da der Greenback durch eine Inflation und den drohenden Bonitätsverlust geschwächt wird, suchen sich Investoren auf der ganzen Welt eine sichere Anlage welche vor Inflation geschützt ist.

Gerade Edelmetalle wie Gold und Silber, welche schwer zu fördern sind gelten in der Wirtschaft als äußerst Inflationsresistent.
Steigt also die Angst vor einer Inflation, so vermehrt sich die Goldnachfrage um einen Wertverlust des Geldes zu vermeiden.

Ein weiterer Grund für den steigenden Goldpreis stellt die “Ressourcenjagd” des größten Nettogläubigers der USA da.
Hierbei handelt es sich um China, welche die günstigen Konditionen der Krise nutzten um sich möglichst viele Rohstoffe zu sichern, darunter auch Gold. Das führt selbstverständlich zu einer steigenden Nachfrage und somit folglich auch zu einem höheren Goldpreis.

Ein Ende der Bullenrallye beim Goldpreis ist kaum absehbar. Selbst wenn es in den nächsten paar Jahren die Inflationsängste schwinden sollten, so wird Gold vor allem als Luxusgut gefragt sein. Denn der Lebensstandart der Menschen wird in den Tigerstaaten und gerade in China im laufe der nächsten zehn Jahre drastisch steigen.

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